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Natura Nova – traditionelle europäisch bewährte Rezepturen
Natura Nova – traditionell europäisch bewährte Rezepturen

Natura Nova

Entdecke Natura Nova: sorgfältig zusammengestellte Rezepturen auf Basis traditionell bewährter europäischer Kräuter.

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Goldgelbe, durchsichtige Omega-3-Kapseln auf hellem Hintergrund

Fisch, Algen oder Krill: Woher Omega-3 kommt – und was die EFSA 2026 zu DHA festhält

Fischöl, Algenöl, Krillöl: Alle drei liefern die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA – und doch unterscheiden sie sich in Herkunft, Aufbau und Studienlage. Im Januar 2026 hat zudem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihre Einschätzung zu ergänzendem DHA veröffentlicht. Dieser Beitrag ordnet sachlich ein, was die Forschung zu den Quellen beobachtet hat und was die EFSA tatsächlich festhält.

Fischöl, Algenöl und Krillöl liefern dieselben Fettsäuren in unterschiedlicher Form

EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind langkettige Omega-3-Fettsäuren. Gebildet werden sie ursprünglich von Mikroalgen; Fische und Krill nehmen sie über die Nahrungskette auf und reichern sie in ihrem Gewebe an. Pflanzliche Öle wie Leinöl enthalten dagegen alpha-Linolensäure (ALA), eine kurzkettige Omega-3-Fettsäure – sie ist nicht Thema dieses Beitrags. Die Grundlagen zu EPA und DHA stehen in unserem Beitrag zu Omega-3 und Algenöl.

Die drei Quellen unterscheiden sich vor allem darin, in welcher chemischen Form die Fettsäuren vorliegen und in welchem Verhältnis EPA und DHA zueinander stehen:

Quelle Herkunft Form der Fettsäuren Typisches Muster Zu beachten
Fischöl Fettreiche Meeresfische Überwiegend Triglyceride; in Präparaten auch als Ethylester oder re-veresterte Triglyceride Meist mehr EPA als DHA Tierischer Ursprung; Fischallergie
Algenöl Kultivierte Mikroalgen Natürliche Triglyceride Meist mehr DHA; EPA-Anteil je nach Produkt Ohne tierischen Ursprung
Krillöl Antarktischer Krill Rund 30–65 % der Fettsäuren als Phospholipide EPA und DHA Krebstier; Schalentierallergie

Ob diese Unterschiede für den Körper eine Rolle spielen, haben mehrere Studien anhand von Blutwerten untersucht. Sie messen, wie viel EPA und DHA nach der Einnahme im Blut ankommt – die sogenannte Bioverfügbarkeit.

Algenöl und Fischöl führen in Studien zu vergleichbaren DHA-Werten im Blut

In einer randomisierten, offenen Studie am Menschen (RCT) mit 32 gesunden Erwachsenen wurde über zwei Wochen DHA aus Algenöl-Kapseln mit DHA aus gegartem Lachs verglichen, jeweils 600 mg DHA pro Tag. Der DHA-Anteil in den Phospholipiden des Blutplasmas stieg in beiden Gruppen um etwa 80 %, jener in den roten Blutkörperchen um etwa 25 %. Die Autoren stuften beide Quellen in dieser Hinsicht als gleichwertig ein. Zu beachten: Als Vergleich diente Lachs, nicht Fischöl-Kapseln.

Einen direkten Vergleich mit Fischöl liefert eine jüngere RCT (doppelblind, placebokontrolliert) mit 74 Erwachsenen. Nach 6 und 14 Wochen massen die Forschenden die Fettsäuren in den Plasma-Phospholipiden. Die Aufnahme von DHA und EPA aus Mikroalgenöl war gegenüber Fischöl statistisch nicht unterlegen. Die Autoren sind bei einem Anbieter von Algenöl tätig; unabhängige Vergleichsstudien würden die Aussage zusätzlich stützen.

Gemeinsam ist beiden Arbeiten: Sie erfassen Blutwerte, keine gesundheitlichen Endpunkte. Aussagen über Effekte im Körper lassen sich daraus nicht ableiten.

Bei Krillöl ist die Studienlage zur Aufnahme uneinheitlich

Krillöl enthält einen grossen Teil der Fettsäuren in Form von Phospholipiden. Daraus wurde die Vermutung abgeleitet, EPA und DHA würden daraus besser aufgenommen. Die Studien dazu zeichnen kein einheitliches Bild.

Eine RCT mit 15 gesunden Personen (Einmalgabe, Cross-over, rund 1’700 mg EPA und DHA) fand über 72 Stunden höhere Plasmawerte nach Krillöl als nach Fischöl. Die Studie wurde laut Branchenbericht vom Hersteller eines Krillprodukts gesponsert. Krillmehl mit identischer Fettzusammensetzung erreichte dagegen nur das Niveau von Fischöl – die Autoren selbst sehen darin ein Argument gegen die Phospholipid-Erklärung. Eine vierwöchige, doppelblinde RCT kam zum Ergebnis, dass mit Fischöl- und Krillölprodukten ähnliche EPA- und DHA-Werte in Plasma und roten Blutkörperchen erreicht wurden; auch diese Studie stammt aus dem Umfeld eines Herstellers.

Eine narrative Übersichtsarbeit, die 14 Originalstudien auswertete, hält fest, dass sich die Aufnahme von Krill- und Fischöl möglicherweise unterscheidet, die Interpretation wegen unterschiedlicher Dosen und Studiendesigns aber schwierig bleibt. Ob Krillöl bei gleicher Menge mehr EPA und DHA im Blut ankommen lässt, ist damit nicht abschliessend geklärt.

Die EFSA hat im Januar 2026 keine Obergrenze für DHA festgelegt, ihren Sicherheitswert aber bestätigt

Auf Anfrage der Europäischen Kommission hat die EFSA den Sicherheitswert für ergänzendes DHA überprüft, das allein oder überwiegend DHA enthält. Dafür wertete sie Studien am Menschen aus, in denen DHA mindestens acht Wochen lang gegeben wurde. Als kritischen Effekt wählte sie das Risiko spontaner Blutungen.

Das Ergebnis hat zwei Teile:

  • Eine tolerierbare Höchstmenge (englisch «Tolerable Upper Intake Level», UL) lässt sich für keine Bevölkerungsgruppe festlegen, weil Daten zum Zusammenhang zwischen Dosis und Wirkung fehlen.
  • Stattdessen bestätigt die EFSA den bereits 2012 festgelegten Sicherheitswert («safe level of intake») von 1 g pro Tag. Er gilt für alle Bevölkerungsgruppen, einschliesslich Säuglingen, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen sowie Schwangeren und Stillenden.

Der Unterschied ist wichtig: Der Sicherheitswert beschreibt Mengen, bei denen in den ausgewerteten Studien keine Nebenwirkungen beobachtet wurden. Er benennt keine Menge, ab der Risiken beginnen. Laut einem Branchenbericht räumt die EFSA zudem ein, dass direkte klinische Belege für spontane Blutungen unter DHA begrenzt sind.

Der Wert gilt unabhängig von der chemischen Form der Fettsäuren (Triglyceride, Ethylester, Phospholipide) und unabhängig von der Quelle – ausdrücklich genannt werden Fischölkonzentrate, Algenöle und Krillöle. Voraussetzung ist, dass das Produkt DHA allein oder überwiegend DHA enthält, das Verhältnis von EPA zu DHA also unter 0,3 liegt. Für Kombinationen mit höherem EPA-Anteil gilt diese Stellungnahme in dieser Form nicht. Für solche Kombinationen ist die EFSA-Bewertung von 2012 massgebend: Ergänzende Aufnahmen von EPA und DHA zusammen bis 5 g pro Tag gaben für Erwachsene keinen Anlass zu Sicherheitsbedenken.

Sicherheit und Anwendung: Worauf bei Omega-3-Präparaten zu achten ist

  • Blutverdünnende Medikamente und Operationen: Da die EFSA das Risiko spontaner Blutungen als kritischen Effekt wählte, empfiehlt sich bei der Einnahme von Gerinnungshemmern oder vor geplanten Eingriffen die Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt.
  • Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder: Die EFSA nennt ihren Sicherheitswert auch für diese Gruppen. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte dennoch mit einer Fachperson besprochen werden.
  • Gesamtzufuhr: EPA und DHA stecken auch in Fisch und angereicherten Lebensmitteln. Die Packungsangabe zur Tagesdosis nicht überschreiten.
  • Allergien: Fischöl stammt von Fisch, Krillöl von Krebstieren. Algenöl ist davon nicht betroffen.
  • Verträglichkeit: Individuell können Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
  • Frische: Die EFSA setzte 2012 voraus, dass die oxidative Stabilität der Fettsäuren gewährleistet ist. Lichtgeschützte Verpackung und Herstellerangaben zur Prüfung sind deshalb sinnvolle Hinweise.

Wer auf tierische Quellen verzichten möchte, findet in Algenöl aus kultivierten Mikroalgen eine Alternative. Wie viel EPA und DHA eine Tagesdosis enthält, steht auf der Packung und sollte beim Vergleich der Produkte im Vordergrund stehen.

Omega-3 Algenöl Forte

Eine Tagesdosis (2 Kapseln) liefert 500 mg DHA und 250 mg EPA aus Mikroalgenöl. Die Kapselhülle ist vegan (HPMC), das Präparat ist laktosefrei und enthält keine Farbstoffe, Konservierungs- oder Süssungsmittel und keine Aromen. Der Braunglas-Behälter schützt vor Licht. Jede Charge wird auf Reinheit, Identität, Schwermetalle und mikrobiologische Parameter geprüft; hergestellt wird in einer GMP-zertifizierten Anlage. Eine Dose mit 60 Kapseln reicht für 30 Tagesdosen.

Zum Omega-3 Algenöl Forte →

Gezeigt ist die vergleichbare DHA-Aufnahme von Algen- und Fischöl – offen bleibt vieles bei Krillöl und hohen DHA-Mengen

Die Studien zeigen für Algenöl und Fischöl ähnliche Werte von DHA und EPA im Blut; allerdings stammt ein Teil der Arbeiten aus dem Umfeld von Herstellern, und es wurden Blutwerte, keine gesundheitlichen Endpunkte gemessen. Bei Krillöl ist die Datenlage uneinheitlich. Die EFSA hat im Januar 2026 bestätigt, dass für DHA allein oder überwiegend DHA 1 g pro Tag als sicher gilt, eine formale Obergrenze aber mangels Daten nicht abgeleitet werden kann. Offen bleibt, wo Risiken bei höheren Mengen beginnen. Für die Wahl einer Quelle sprechen daher vor allem persönliche Kriterien wie Ernährungsweise, Allergien und die Zusammensetzung des einzelnen Produkts.


Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über Omega-3-Quellen und die Einordnung der EFSA zu ergänzendem DHA und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke.


Quellen

  • EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA) (2026): Scientific Opinion on the tolerable upper intake level for supplemental docosahexaenoic acid. EFSA Journal 24:e9858 (behördliche wissenschaftliche Stellungnahme, veröffentlicht 14.01.2026). doi:10.2903/j.efsa.2026.9858
  • EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (2012): Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of eicosapentaenoic acid (EPA), docosahexaenoic acid (DHA) and docosapentaenoic acid (DPA). EFSA Journal 10(7):2815. doi:10.2903/j.efsa.2012.2815
  • Arterburn LM et al. (2008): Algal-oil capsules and cooked salmon: nutritionally equivalent sources of docosahexaenoic acid. J Am Diet Assoc 108(7):1204–1209 (RCT, Mensch). PMID 18589030
  • Bailey E et al. (2025): Comparative Bioavailability of DHA and EPA from Microalgal and Fish Oil in Adults. Int J Mol Sci 26(19):9343 (RCT, Mensch). doi:10.3390/ijms26199343
  • Köhler A et al. (2015): Bioavailability of fatty acids from krill oil, krill meal and fish oil in healthy subjects – a randomized, single-dose, cross-over trial. Lipids Health Dis 14:19 (RCT, Mensch). PMID 25884846
  • Similar eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid plasma levels achieved with fish oil or krill oil in a randomized double-blind four-week bioavailability study. Lipids Health Dis 14:99 (2015) (RCT, Mensch). doi:10.1186/s12944-015-0109-z
  • Ulven SM, Holven KB (2015): Comparison of bioavailability of krill oil versus fish oil and health effect. Vasc Health Risk Manag 11:511–524 (narrative Übersichtsarbeit). PMID 26357480
  • NutraIngredients (23.01.2026): EFSA sets ‘conservative’ safe intake level for DHA (Branchenbericht). nutraingredients.com
  • NutraIngredients (13.04.2015): Superior bioavailability? Study backs krill oil over fish oil … but not because of phospholipids (Branchenbericht, Angabe zur Studienfinanzierung). nutraingredients.com
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