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Natura Nova – traditionelle europäisch bewährte Rezepturen
Natura Nova – traditionell europäisch bewährte Rezepturen

Natura Nova

Entdecke Natura Nova: sorgfältig zusammengestellte Rezepturen auf Basis traditionell bewährter europäischer Kräuter.

Statt kurzfristigen Trends setzen wir auf klare, nachvollziehbare Inhaltsstoffe und eine bodenständige, europäische Pflanzenkunde.

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Magenprobleme wie Sodbrennen natürlich lösen

Sodbrennen ohne Tablette? Was wirklich hinter Alternativen zu Säureblockern steckt

Sodbrennen gehört zu den häufigsten Beschwerden im Verdauungstrakt – und Säureblocker wie Protonenpumpenhemmer zu den meistverschriebenen Medikamenten überhaupt. Wer die Einnahme reduzieren oder ergänzen möchte, findet in der Forschung tatsächlich einige Ansätze, die über reine Küchenweisheiten hinausgehen. Ein Überblick, was davon belegt ist – und was (noch) nicht.

Warum Gewichtsreduktion und Schlafposition zu den bestbelegten Massnahmen zählen

Von allen nicht-medikamentösen Ansätzen bei Reflux sind zwei besonders gut untersucht: Gewichtsabnahme und die erhöhte Schlafposition. Eine 2016 im Fachjournal Clinical Gastroenterology and Hepatology veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit wertete die vorhandene Studienlage zu Lebensstilmassnahmen bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) aus. Das Ergebnis: In randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) reduzierte eine Gewichtsabnahme die Zeit, in der die Speiseröhre saurem Mageninhalt ausgesetzt war, in zwei Untersuchungen messbar – von 5,6 auf 3,7 Prozent beziehungsweise von 8,0 auf 5,5 Prozent der Messzeit. Bemerkenswert dabei: Der Effekt zeigte sich nicht nur bei übergewichtigen, sondern auch bei normalgewichtigen Personen mit einer vergleichsweise kleinen Gewichtsreduktion.

Auch das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper – etwa durch Klötze unter den Bettpfosten oder ein Keilkissen – zeigte in kontrollierten Studien einen messbaren Effekt: Die nächtliche Säureexposition der Speiseröhre sank in der ausgewerteten Literatur von rund 21 auf 15 Prozent der Messzeit. Ergänzend fand die Übersichtsarbeit, dass ein später Zeitpunkt der letzten Mahlzeit – innerhalb von zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen – die nächtliche Säureexposition erhöhte, während ein früheres Abendessen sie senkte. Für Personen mit häufigem nächtlichem Sodbrennen sind diese beiden Massnahmen damit die am besten belegten ersten Schritte, noch vor jeder ergänzenden Einnahme.

Weitere klassische Ratschläge – etwa der Verzicht auf Kaffee, Schokolade, Zitrusfrüchte oder scharfe Speisen – werden in der Praxis häufig empfohlen, sind in kontrollierten Studien jedoch deutlich schwächer belegt als Gewichtsreduktion und Schlafposition. Anders sieht es beim Rauchstopp aus: Tabakkonsum senkt nachweislich den Druck des unteren Speiseröhrenschliessmuskels und verringert die Bikarbonat-Pufferung im Speichel, was Reflux begünstigt. In bevölkerungsbasierten Kohortenstudien war eine Raucherentwöhnung bei normalgewichtigen Personen mit einer deutlichen Verbesserung der Refluxbeschwerden verbunden.

Wie Alginate eine physikalische Barriere gegen aufsteigende Magensäure bilden

Alginate – aus Braunalgen gewonnene Polysaccharide – verfolgen einen anderen Wirkansatz als klassische Säureblocker: Sie senken nicht die Säureproduktion, sondern bilden im Kontakt mit Magensäure ein schwimmendes Gel, das sich wie ein Floss über den Mageninhalt legt und so den Rückfluss in die Speiseröhre mechanisch erschwert. Eine 2017 in Diseases of the Esophagus publizierte Metaanalyse fasste 14 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 2095 Teilnehmenden zusammen. Im Vergleich zu Placebo oder klassischen Antazida erhöhten alginathaltige Präparate die Wahrscheinlichkeit einer Symptombesserung deutlich (Odds Ratio 4,42). Im direkten Vergleich zu Protonenpumpenhemmern oder H2-Blockern fiel der Unterschied dagegen statistisch nicht signifikant aus – die Datenlage deutet also auf eine vergleichbare, wenn auch tendenziell etwas schwächere Wirkung hin.

Diese Einschätzung deckt sich mit einer französischen Multicenter-Studie aus dem Jahr 2012, die ein Alginatpräparat direkt mit 20 mg Omeprazol täglich verglich: Bei beiden Gruppen dauerte es im Mittel rund zwei Tage bis zur ersten beschwerdefreien 24-Stunden-Periode – ein Hinweis darauf, dass Alginate bei mittelstarkem, gelegentlichem Sodbrennen eine ernstzunehmende Option ohne direkten Eingriff in die Säureproduktion sein können.

Was ein Extrakt aus entsüsstem Süssholz in einer aktuellen klinischen Studie zeigt

Süssholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) gehört zu den traditionsreichsten Pflanzen der europäischen und asiatischen Kräuterkunde bei Verdauungsbeschwerden. Da der Inhaltsstoff Glycyrrhizin in grösseren Mengen Blutdruck und Elektrolythaushalt beeinflussen kann, wird für die längerfristige Anwendung ausschliesslich entsüsstes Süssholzextrakt (DGL) eingesetzt, dem dieser Bestandteil weitgehend entzogen wurde. Eine 2025 im Fachjournal veröffentlichte Phase-III-Studie, doppelblind und placebokontrolliert, prüfte ein standardisiertes DGL-Extrakt an 200 Erwachsenen mit reflux-typischen Beschwerden über 28 Tage. Die mit dem Extrakt behandelte Gruppe zeigte gegenüber Placebo eine deutlichere Verbesserung von Sodbrennen und Aufstossen, messbar bereits ab der zweiten Behandlungswoche; auch die Lebensqualität, erfasst über einen validierten Reflux-Fragebogen, verbesserte sich signifikant stärker.

Der vermutete Wirkmechanismus liegt nicht in einer Säurehemmung, sondern in einer Anregung der körpereigenen Schleimproduktion, die die Speiseröhrenschleimhaut vor Reizungen schützen soll. Damit unterscheidet sich der Ansatz grundlegend von Protonenpumpenhemmern – die Studienlage zu DGL bei Reflux ist bislang jedoch schmaler als bei etablierten Wirkstoffen, und weitere unabhängige Untersuchungen wären wünschenswert, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Welche Rolle klassische europäische Kräuter wie Kamille, Fenchel und Melisse spielen

Neben gezielt untersuchten Einzelstoffen hat die europäische Pflanzenkunde eine lange Tradition im Umgang mit Magenbeschwerden. Kamille, Fenchel und Melisse zählen zu den am längsten dokumentierten Kräutern bei Verdauungsunruhe und werden traditionell zur Beruhigung des Magen-Darm-Trakts eingesetzt. Melissenextrakt wird dabei häufig auf seinen Gehalt an Rosmarinsäure standardisiert, einer der charakteristischen Pflanzenstoffe der Melisse. Fenchel liefert ätherische Öle, Kamille ist vor allem für ihre Flavonoide bekannt.

Eine Sonderrolle nimmt Pfefferminze ein: Sie zählt zwar ebenfalls zu den klassischen Verdauungskräutern und wird traditionell bei Blähungen und Völlegefühl geschätzt, doch eine frühe, aber bis heute in der Fachliteratur zitierte Studie aus dem Jahr 1969 zeigte an 27 Personen, dass konzentrierte Pfefferminzessenz den Druck des unteren Speiseröhrenschliessmuskels innerhalb weniger Minuten senkte und dabei bei den meisten Teilnehmenden einen messbaren Rückfluss auslöste. Dieser Mechanismus – eine Entspannung genau jenes Muskels, der Reflux normalerweise verhindert – wird bis in aktuelle Fachpublikationen als Erklärung dafür herangezogen, warum stark pfefferminzhaltige Produkte bei bestehender Refluxneigung nicht die erste Wahl sind, auch wenn sie bei anderen Verdauungsbeschwerden wie Reizdarmsymptomen durchaus untersucht und eingesetzt werden.

Ansatz Evidenzlage Praktischer Hinweis
Gewichtsreduktion Mehrere RCTs Wirkt auch bei normalgewichtigen Personen messbar
Erhöhte Schlafposition Mehrere RCTs Besonders bei nächtlichem Sodbrennen relevant
Alginate Metaanalyse, 14 RCTs Physikalische Barriere statt Säurehemmung
DGL-Süssholzextrakt Einzelne RCTs Nur entsüsste Form für längere Anwendung
Kamille, Fenchel, Melisse Traditionelle Anwendung Lange Erfahrungswerte, wenig spezifische RCTs zu Reflux

Sicherheit und Anwendung: Worauf bei Kindern, Schwangerschaft und Wechselwirkungen zu achten ist

Wer regelmässig Säureblocker einnimmt oder von einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt eine Diagnose wie GERD oder eine Refluxösophagitis erhalten hat, sollte jede Umstellung – auch auf pflanzliche Ansätze – vorher ärztlich oder in der Apotheke besprechen, insbesondere bevor Medikamente reduziert oder abgesetzt werden. Alginate gelten als gut verträglich, enthalten aber je nach Präparat teils relevante Mengen an Natrium, was bei salzarmer Ernährung oder Bluthochdruck beachtet werden sollte. Süssholzwurzel in nicht entsüsster Form ist in der Schwangerschaft und bei Bluthochdruck nicht geeignet; auch entsüsste Präparate sollten in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache verwendet werden. Bei Kindern ist die Studienlage zu den hier beschriebenen Ansätzen begrenzt, weshalb pflanzliche Präparate in dieser Altersgruppe grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden sollten. Wer zu Sodbrennen neigt, findet in stark pfefferminzhaltigen Produkten – wie erwähnt – mechanistisch eher keine Unterstützung; wer daneben an anderen Beschwerden wie Blähungen leidet, kann Pfefferminze gezielt und unabhängig davon einsetzen. Anhaltendes, häufiges oder sich verschlimmerndes Sodbrennen, Schluckbeschwerden oder ungewollter Gewichtsverlust sind in jedem Fall Anlass für eine ärztliche Abklärung, da sie auch auf andere Ursachen als eine einfache Refluxneigung hinweisen können.

Magen essentia

Vier Pflanzen der europäischen Magentradition in einer Formel: Magen essentia von Natura Nova kombiniert Melisse, Fenchel, Pfefferminze und Kamille mit 310 mg Pflanzenkomplex pro Kapsel, standardisiert auf den Melissen-Wirkstoff Rosmarinsäure – ergänzt durch Calcium, das zu einer normalen Funktion der Verdauungsenzyme beiträgt. Entwickelt und produziert in der Schweiz nach GMP-Standards, mit laborgeprüften Chargen und veganer Kapselhülle.

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Fazit: Was die Studienlage stützt – und wo noch Forschungsbedarf besteht

Die solideste Evidenz bei Reflux liegt weiterhin bei zwei einfachen Lebensstilmassnahmen: Gewichtsreduktion und erhöhte Schlafposition, beide mehrfach in randomisiert-kontrollierten Studien bestätigt. Alginate bilden mit ihrem physikalischen Wirkprinzip eine gut untersuchte Zwischenoption, die in direkten Vergleichsstudien nahe an klassische Säureblocker heranreicht. Für DGL-Süssholzextrakt liegen erste ermutigende, aber zahlenmässig noch begrenzte klinische Daten vor. Klassische Kräuter wie Kamille, Fenchel und Melisse stützen sich vor allem auf eine lange Anwendungstradition der europäischen Pflanzenkunde, während für Pfefferminze bei bestehender Refluxneigung aus mechanistischen Gründen eher Zurückhaltung angebracht ist. Wer Säureblocker reduzieren oder ergänzen möchte, findet damit mehrere reale, unterschiedlich gut belegte Ansatzpunkte – die Wahl und insbesondere jede Anpassung bestehender Medikation gehören aber in die Hände einer Ärztin, eines Arztes oder einer Apotheke.


Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über Sodbrennen und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke.


Quellen

  • Ness-Jensen E, Hveem K, El-Serag H, Lagergren J. Lifestyle Intervention in Gastroesophageal Reflux Disease. Clin Gastroenterol Hepatol. 2016;14(2):175–182. PMID: 25956834 (systematische Übersichtsarbeit)
  • Leiman DA, Riff BP, Morgan S, et al. Alginate therapy is effective treatment for GERD symptoms: a systematic review and meta-analysis. Dis Esophagus. 2017;30(5):1–9. PMID: 28375448 (Metaanalyse, 14 RCTs)
  • Pouchain D, Bigard MA, Liard F, et al. An alginate preparation vs. omeprazole in symptomatic treatment of moderate gastroesophageal reflux: a direct comparative randomised trial. BMC Gastroenterol. 2012;12:18. PMID: 22361121 (RCT, Mensch)
  • Bethapudi B, Murugan SK, Nithyanantham M, et al. Efficacy and Safety of a Deglycyrrhizinated Liquorice Extract in Managing Gastroesophageal Reflux-Related Symptoms: A Phase III, Single-Centre, Double-Blind, Randomized Placebo-Controlled Trial. PMID: 39929150 (RCT, Mensch)
  • Sigmund CJ, McNally EF. The action of a carminative on the lower esophageal sphincter. Gastroenterology. 1969;56(1):13–18. PMID: 5765428 (physiologische Studie, Mensch)
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