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Natura Nova – traditionelle europäisch bewährte Rezepturen
Natura Nova – traditionell europäisch bewährte Rezepturen

Natura Nova

Entdecke Natura Nova: sorgfältig zusammengestellte Rezepturen auf Basis traditionell bewährter europäischer Kräuter.

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Reife, dunkle Holunderbeeren an einer Rispe zwischen grünen Blättern

Holunder: Was der Herbstklassiker wirklich bewirkt

Jeden Herbst taucht dieselbe Frage in Küchen und Apotheken auf: Hilft Holundersaft wirklich gegen die Erkältung? Ein Blick auf zwei Jahrzehnte klinischer Forschung liefert eine klare Antwort: Bei früher Einnahme klingen Erkältungs- und Grippesymptome in mehreren randomisierten Studien nachweislich schneller ab.

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) gehört zu den vertrautesten Sträuchern Europas. Er wächst an Waldrändern, Bahndämmen und in Bauerngärten von Portugal bis Skandinavien und blüht bereits seit der Antike in Sirupen, Tees und Umschlägen der Volksheilkunde. Zu dieser langen Tradition ist in den letzten zwei Jahrzehnten eine für eine Pflanze ungewöhnlich konsistente Reihe randomisierter Studien hinzugekommen.

Nur die reife, verarbeitete Beere gehört auf den Teller

Ein wichtiger Punkt vorab: Rohe, unreife Holunderbeeren sowie Blätter, Rinde und Samen der Pflanze enthalten cyanogene Glykoside, allen voran Sambunigrin. Beim Verzehr können daraus geringe Mengen Blausäure freigesetzt werden, was zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann. Durch Erhitzen – Kochen, Einkochen zu Sirup oder Mus – werden Sambunigrin und die ebenfalls unverträglichen Lektine praktisch vollständig abgebaut. Fertige, verarbeitete Holunderprodukte aus dem Handel sind davon nicht betroffen; die Vorsicht gilt dem rohen Wildsammeln.

Kürzere Erkältungen: Was randomisierte Studien zeigen

Die bekannteste Untersuchung stammt von Zakay-Rones und Kolleginnen aus Norwegen: In einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie mit 60 Erwachsenen, die seit höchstens 48 Stunden an einer Influenza-A- oder -B-Infektion litten, klangen die Symptome unter Holunderextrakt im Schnitt vier Tage früher ab als unter Placebo, und der Bedarf an Bedarfsmedikation war deutlich geringer. Eine spätere plazebokontrollierte Studie an 312 Flugreisenden auf der Langstrecke Australien–Übersee fand bei denjenigen, die während der Reise Holunderextrakt einnahmen, kürzere und mildere Erkältungsepisoden als in der Placebogruppe – ein Setting, in dem sich Reisende erfahrungsgemäss besonders häufig anstecken.

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2019, die vier randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 180 Teilnehmenden zusammenfasste, kam auf einen grossen Effekt zugunsten von Holunder bei der Linderung von Symptomen der oberen Atemwege. Eine unabhängige Übersichtsarbeit, die fünf klinische Studien mit 936 Erwachsenen einbezog, kam zu einem ähnlichen Bild: Wurde Holunderpräparat innerhalb von 48 Stunden nach Symptombeginn eingenommen, war die Erkältungs- oder Grippedauer häufig kürzer, und viele Teilnehmende berichteten innerhalb von zwei bis vier Tagen eine spürbare Besserung von Fieber, Kopfschmerzen und verstopfter Nase.

Studie Design Teilnehmende Kernbefund
Zakay-Rones et al., 2004 RCT, doppelblind 60 Erwachsene, Influenza A/B Symptome ca. 4 Tage früher abgeklungen
Tiralongo et al., 2016 RCT, doppelblind 312 Flugreisende Kürzere, mildere Erkältungsepisoden
Hawkins et al., 2019 Meta-Analyse (4 RCTs) 180 Erwachsene Grosser Effekt bei Symptomen der oberen Atemwege
Harnett et al., 2020 Rapid Review (5 Studien) 936 Erwachsene Kürzere Dauer bei Einnahme innert 48 Std.

Was hinter der Wirkung stehen könnte

Auf molekularer Ebene wird meist auf die Anthocyane des Holunders verwiesen, die tiefviolette Farbstoffgruppe, der die Beere ihre Farbe verdankt. In Laborversuchen konnten Holunder-Flavonoide an Oberflächenstrukturen von Influenzaviren binden und so deren Fähigkeit einschränken, in Wirtszellen einzudringen; andere In-vitro-Arbeiten zeigen, dass ein wässriger Holunderbeeren-Extrakt die Reifung dendritischer Zellen fördert, jener Immunzellen, die T-Zell-Antworten anstossen. Eine systematische Übersichtsarbeit mit GRADE-Bewertung stuft die Beweiskraft insgesamt als moderat ein und hält fest: Holunder verkürzt eine bereits bestehende Erkältung eher, als dass er ihr vorbeugt.

Anwendung im Alltag: Für wen besondere Vorsicht gilt

Die vorliegenden Studien wurden praktisch ausschliesslich mit Erwachsenen durchgeführt; belastbare Daten zu Kindern fehlen weitgehend, weshalb bei Kindern zurückhaltend mit standardisierten Holunderpräparaten umgegangen werden sollte. Für Schwangerschaft und Stillzeit liegt aktuell keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz vor, um eine Einnahme sicher zu beurteilen – hier empfiehlt sich Zurückhaltung und die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Apotheker. Wer Medikamente einnimmt, die das Immunsystem gezielt dämpfen (etwa nach einer Organtransplantation), sollte Holunderpräparate vorher ärztlich abklären lassen. In den zugrundeliegenden Studien waren unerwünschte Wirkungen insgesamt selten und traten eher in den Vergleichsgruppen auf als unter Holunder.

Wer sich in der Erkältungssaison zusätzlich mit der Rolle des Immunsystems insgesamt beschäftigen möchte, findet dazu vertiefende Hintergründe in unserem Beitrag über weniger offensichtliche Ansatzpunkte für die Abwehrkräfte in den kälteren Monaten. Dort spielen auch bestimmte Mikronährstoffe eine Rolle, die im Winterhalbjahr häufig knapp werden.

Zwei Mikronährstoffe für die dunkle Jahreszeit

Neben pflanzlichen Extrakten wie Holunder spielen in der Erkältungssaison auch ganz alltägliche Mikronährstoff-Lücken eine Rolle. Die Vitamin D3+K2 Tropfen von Natura Nova liefern 20 µg Vitamin D3 gelöst in MCT-Öl – Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Der Zink Komplex ergänzt dies mit 15 mg Zink aus gut bioverfügbarem Zinkbisglycinat und Zinkpicolinat: Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Mehr zu weiteren, oft übersehenen Stellschrauben der Winterabwehr liest du in unserem Beitrag Unerwartete Wege zum Immunsystem in der Erkältungssaison.

Fazit: Ein gut belegter Effekt bei früher Einnahme

Für den Holunder liegt eine im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen ungewöhnlich konsistente Reihe randomisierter Studien vor: Beginnt die Einnahme früh im Krankheitsverlauf, klingen Erkältungs- und Grippesymptome in mehreren unabhängigen Untersuchungen schneller ab. Wer zu verarbeiteten, reifen Holunderprodukten greift und die genannten Vorsichtshinweise beachtet, kann diese Forschungslage für die eigene Erkältungssaison nutzen.


Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über Holunder und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke.


Quellen

  • Zakay-Rones Z, Thom E, Wollan T, Wadstein J. (2004). Randomized study of the efficacy and safety of oral elderberry extract in the treatment of influenza A and B virus infections. Journal of International Medical Research. PMID 15080016
  • Tiralongo E, Wee SS, Lea RA. (2016). Elderberry Supplementation Reduces Cold Duration and Symptoms in Air-Travellers: A Randomized, Double-Blind Placebo-Controlled Clinical Trial. Nutrients. PMID 27023596
  • Hawkins J, Baker C, Cherry L, Dunne E. (2019). Black elderberry (Sambucus nigra) supplementation effectively treats upper respiratory symptoms: A meta-analysis of randomized, controlled clinical trials. Complementary Therapies in Medicine. PMID 30670267
  • Harnett J, Oakes K, Carè J, et al. (2020). The effects of Sambucus nigra berry on acute respiratory viral infections: A rapid review of clinical studies. Advances in Integrative Medicine. PMC7443157
  • Wieland LS, Piechotta V, Feinberg T, et al. (2021). Elderberry for prevention and treatment of viral respiratory illnesses: a systematic review. BMC Complementary Medicine and Therapies. PMID 33827515
  • Weng Z, et al. (2022). Polysaccharides from European Black Elderberry Extract Enhance Dendritic Cell Mediated T Cell Immune Responses. PMID 35409309
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